| 22. Mai 2006 |
| Der neue Hochschulstandort Toni-Areal nimmt Gestalt an |
Aus dem begleiteten Studienauftrag für die Umnutzung der ehemaligen Milchfabrik in ein Zentrum für Bildung und Kultur ist das Zürcher Büro EM2N als Sieger hervorgegangen. Das Gebäude soll in seiner bestehenden Struktur verdichtet und partiell aufgestockt werden. Zusätzliche Ausstellungs- und Eventräume ermöglichen den von den Schulen angestrebten Dialog mit der Öffentlichkeit. Sie sorgen für eine hohe Attraktivität des neuen Hochschulstandortes für die Bevölkerung und das Quartier. In Zusammenarbeit mit der Bildungsdirektion und den Zürcher Fachhochschulen wurden im letzten Herbst die Anforderungen an eine Hochschule auf dem Toni-Areal formuliert. Sie bildeten die Grundlage für den begleiteten Studienauftrag, welcher im Winter 2005/2006 durchgeführt wurde. Gewonnen wurde der Architekturwettbewerb von einem Planerteam unter der Federführung der beiden Zürcher Architekten Mathias Müller und Daniel Niggli vom Büro EM2N. Für das Siegerteam treffen auf dem Toni-Areal zwei spannende Entwicklungen aufeinander: Einerseits entsteht ein neuer Hochschulstandort mit internationaler Ausstrahlung, der die Hochschullandschaft Schweiz umgestalten wird. Andererseits ist in Zürich-West ein städtebaulicher Transformationsprozess im Gang, der den Charakter von ganz Zürich entscheidend verändern und prägen wird. Innerhalb dieser Stadtentwicklung stellt das Toni-Areal einen zentralen Baustein dar. Mit ihrem Projektvorschlag wollen die Architekten Strukturen bereitstellen, die vielfältig auf die aktuellen und künftigen Bedürfnisse reagieren können. Der Präsident des Beurteilungsgremiums, Prof. Sacha Menz, beschreibt das Toni-Areal als Koloss, dessen Fussabdruck im Stadtplan eindrücklich und gewichtig ist. Seine Silhouette hat sich in den Köpfen der Bewohner eingeprägt und viel zur Identität des Quartiers beigetragen. Das Siegerprojekt nimmt diese Stimmung auf und öffnet das Areal für das Quartier. Das Toni-Areal wird deshalb auch in Zukunft eine starke identitätsbildende Kraft für Zürich bleiben. Diese Meinung wird von Stadträtin Kathrin Martelli geteilt: „Zürich-West ist eine Baustelle und ich stelle fest, eine spannende. Was wir vor Jahren vorgeplant haben, nimmt nun Gestalt an: Die Hochschule bereichert Zürich-West und ist ein wichtiger Mosaikstein im Gesamtbild des dynamischen Entwicklungsgebietes. In den Augen der Bildungsdirektion ist das Toni-Areal ein Glücksfall: Es bietet nicht nur Raum für die Zürcher Hochschule der Künste und den Zürcher Teil der Hochschule für Angewandte Wissenschaften - letztere ist aus dem Zusammenschluss der Hochschule für Soziale Arbeit und der Hochschule für Angewandte Psychologie hervorgegangen -, sondern ermöglicht es darüber hinaus, einen Wissensstandort für Zürich aufzubauen. Diesem Faktor kommt angesichts des raschen Wandels im Hochschulbereich eine zunehmende Bedeutung zu, gilt es doch, im nationalen und internationalen Bildungswettbewerb zu bestehen und qualitativ hervorragende Lehre und Forschung anzubieten. Die Hochschulen wollen ihren Betrieb auf dem Toni-Areal im Herbst 2009 aufnehmen. Noch in diesem Jahr sollen die planerischen und baurechtlichen Grundlagen für den Umbau geschaffen werden. Mitte 2007 wird mit den Abbrucharbeiten begonnen. Die Beiträge, welche die sieben eingeladenen Planerteams im Rahmen des begleiteten Studienauftrages erarbeitet haben, werden der Öffentlichkeit in einer Ausstellung auf dem Toni-Areal gezeigt. ---> Download Broschüre "Begleiteter Studienauftrag Toni-Areal" Für Rückfragen und weitere Auskünfte: Zürcher Kantonalbank |
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